Ferienspatz zu Besuch beim Bienennetzwerk

17. August 2018

Beim Ausmalen der Schleudern war der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Foto / NABU Sarah Bölke
Beim Ausmalen der Schleudern war der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Foto / NABU Sarah Bölke

Essen - Am 17. August bekam der NABU Besuch vom Kinderprogramm Ferienspatz in der Regionalstelle Ruhrgebiet auf Zeche Zollverein. In ihrem Programm lernen die Kinder Vielfältiges rund um den Bergbau, aber auch was sonst so auf Zollverein geschieht. Da seit 2013 Bienen auf dem UNESCO-Welterbe Zollverein wohnen, war dies Anlass genug, den friedlichen Insekten einen Besuch abzustatten.

Die zwanzigköpfige Truppe marschierte in Richtung Bienenstöcke und erzählte bereits einige Dinge, die sie schon über Bienen wusste. Interessant für viele war, dass man sich bei den Bienen ruhig aufhalten konnte, da die Tiere nur stechen, wenn sie  gereizt werden und sich zur Wehr setzen müssen.

Zurück an der NABU Regionalstelle Ruhrgebiet wurden dann Brumm-Bienen gebastelt. Das alte Spielzeug verursacht beim Schleudern einen Brummton, der dem Summen eines Bienenschwarms sehr ähnlich ist.

Beim abschließenden Brummkonzert schleuderten alle Kinder die Spielzeuge kräftig durch die Luft. Ein wahrhaft eindrucksvoller Bienenschwarm!

Möchten Sie mehr über die Umweltbildung im Bienennetzwerk Ruhrgebiet erfahren? Kontaktieren Sie gerne Michael.Schoch@NABU-NRW.de oder 0201 / 29 46 40 42!


Das Bienenseminar bringt neue Einblicke in die Welt der Wild- und Honigbienen

Essen - Die Ausbildung zum NAJU-Teamleiter erfordert einiges an Wissen und Können. Die Anwärterinnen und Anwärter müssen, neben rechtlichen und organisatorischen Fähigkeiten auch Kenntnisse über den Schutz und die Vielfalt der Arten erlangen.

 

Dies geschah am 21.05.2016 auf Zeche Zollverein an der NABU Regionalstelle im Ruhrgebiet. Sechs angehende Jugendleiter infomierten sich über die Lebensweise der Wild- und Honigbienen und lernten an prakitschen Beispielen, wie man die Tiere unterstützen kann.

Als erstes besuchten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Bienenstöcke auf dem Dach der RAG Montan Immobilien. Dort erfuhren sie wie ein Bienenvolk lebt, Honig sammelt und für Nachwuchs sorgt. Auch die Imkerei war Thema der Veranstaltung. Der Imker, der für das wohlergehen seiner Völker verantwortlich ist und wie er die Natur betrachtet, die die Basis für sein Handwerk ist, war ein interessanter Aspekt für die Teilnehmer.

Einen Einblick in die Artenvielfalt der 560 heimischen Wildbienenarten gewährte der Experte Volker Fockenberg von wildbiene.com. Nach einer Theoretischen Einführung wurde eine Steilwand aus schluffigem Lehm angefertigt, welche in Zukunft das Wildbienenhotel an der Regionalstelle zieren und seltenen Pelzbienenarten einen Unterschupf bieten soll.

Für die Arbeit mit Kinder- und Jugendgruppen eignen sich inbesondere, mit Bambus gefüllte, Konservendosen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer lernten diese preiswerten Nisthilfen herzustellen und konnten sogar das Produkt mit nach Hause nehmen. An einer Mauer angebracht sehen sie nicht nur toll aus, sondern bieten auch Schutz für die pelzigen Freunde.


Verkaufserlös des „Honig vom Welterbe“ fließt in NABU-Bienenfonds

09. September 2015

NABU-Bienenfonds: Das Projektteam Ines Mogge, Nora Scholpp,  Michael Schoch und Imker Oliver Häckel überreichen Thorsten Wiegers (v.l.n.r.) vom NABU Landesverband Nordrhein-Westfalen den Ertrag von 911,60 € aus dem Honigverkauf für den NABU-Bienenfonds.
NABU-Bienenfonds: Das Projektteam Ines Mogge, Nora Scholpp, Michael Schoch und Imker Oliver Häckel überreichen Thorsten Wiegers (v.l.n.r.) vom NABU Landesverband Nordrhein-Westfalen den Ertrag von 911,60 € aus dem Honigverkauf für den NABU-Bienenfonds.

Essen ― Die RAG Montan Immobilien und der NABU Nordrhein-Westfalen lassen den gesamten Verkaufserlös der 2014er Ernte des beliebten „Honig vom Welterbe Zollverein“ in den speziell für das Projekt „Bienen in der Stadt“ eingerichteten NABU-Bienenfonds fließen. Genau 911,60 Euro haben die fleißigen Honigbienen auf dem Dach der RAG Montan Immobilien im Welterbe Zollverein im zurückliegenden Jahr erwirtschaftet.  „Mit dem Geld werden neue Bienenweiden angelegt, heimische Wildbienenarten geschützt oder ehemalige Bergbauflächen als Bienenstandorte an Imker vermittelt“, beschreibt Thorsten Wiegers vom NABU NRW den Zweck des NABU-Bienenfonds. „Honigliebhaber, Welterbe-Besucher und Naturfreunde unterstützten somit durch den Kauf des Honigs auch die Stadtnatur im Ruhrgebiet.“ ergänzt Oliver Häckel, Imker und Mitarbeiter der RAG Montan Immobilien. Die Ernte für 2015 verspricht noch größer auszufallen, da mittlerweile Bienen in acht Bienenstöcken den Welterbe-Honig herstellen.

Produziert wurde der Honig im Rahmen des Kooperationsprojekts „Bienen in der Stadt“, welches der NABU NRW und die RAG Montan Immobilien gemeinsam vorantreiben. Neben dem aktiven Artenschutz und der Ansiedlung von Bienen auf geeigneten innerstädtischen Flächen zählt vor allem die Vernetzung regional gleichgesinnter Verbände und Vereine zu den Zielen des Projekts „Bienen in der Stadt“. Dazu gründeten die Projektpartner das Bienennetzwerk Ruhrgebiet, das Imker und Flächeneigentümer im Ruhrgebiet zusammenbringt. Mit der Einrichtung von neuen Lebens- und Nahrungsräumen für Honig- und Wildbienen und dem gleichzeitigen Verzicht auf zusätzliche Versiegelung kann so zum Arten- und Naturschutz beigetragen werden.


Stand auf dem Wittener Honigmarkt

Imker interessieren sich für das Projekt Bienennetzwerk Ruhrgebiet

Nachhaltige Themen und leckerer Welterbehonig erwarteten die Besucher am Kooperationsstand
Nachhaltige Themen und leckerer Welterbehonig erwarteten die Besucher am Kooperationsstand

19. Oktober 2014 - Im Saalbau in Witten lockten regionale und überregionale Imker mit Honig und Imkereiprodukten zahlreiche Besucher an. Wachskerzen, Tees, Propolis und Tinkturen verwöhnten die Sinne des geneigten Besuchers und luden zum Schlendern und Stöbern ein.

 

Die Kooperation aus NABU und RAG MI war mit den Themen Bienennetzwerk Ruhrgebiet, Insektenhotels und dem Honig vom Welterbe ein gut besuchter Teil der Veranstaltung. Besonders die Vermittlung von Bergbauflächen, welche im Rahmen des Bienennetzwerks Ruhrgebiet als Standorte für Bienenweiden genutzt werden, stieß bei den Imkern auf großes Interesse. 

 

Auch dem Absatz des "prominenten Honigs" vom Welterbe war die lebhafte Atmosphäre zuträglich. Der Erlös aus dem Verkauf verbleibt selbstverständlich im Projekt und kommt vollständig der Fortentwicklung des Bienennetzwerks zu Gute.

 

Wollen auch Sie ein Glas des Welterbehonigs erwerben? Das 250g-Glas gibt es für 5,- Euro und das 500g-Glas können Sie für 8,- Euro bekommen. Weitere Informationen erfragen Sie bitte in der NABU-Regionalstelle Ruhrgebiet bei Michael Schoch, Michael.Schoch@NABU-Ruhrgbeit.de oder Tel. 0201-294640-42

 

 


Großes Wildbienen-Hotel auf Zollverein eröffnet

RAG Montan Immobilien, NABU-Regionalstelle Ruhrgebiet und Tor 23 für Artenvielfalt

22. September 2014 - Im Rahmen des gemeinsamen Projektes „Bienen in der Stadt“ siedelten die RAG Montan Immobilien und der NABU im Ruhrgebiet im vergangenen Jahr vier Honigbienenvölker auf dem Dach der RAG Montan Immobilien Unternehmenszentrale an, die seitdem „echten Welterbe-Honig“ produzieren. Um nun auch einen Beitrag zum Schutz der solitär lebenden Wildbienen zu leisten, präsentierten heute alle Beteiligten das neu installierte Wildbienen-Hotel der Öffentlichkeit.

 

Attraktiver Brutplatz für Mauerbiene & Co. (Foto: RAG MI)
Attraktiver Brutplatz für Mauerbiene & Co. (Foto: RAG MI)

Heimische Wildbienen-Arten, wie die Rote Mauerbiene oder die Hosenbiene, die bereits auf Zollverein vorkommen, finden in dem Insektenhotel ein neues Zuhause. Im Gegensatz zu den Honigbienen leben viele von ihnen „solitär“, also nicht in einer Staatengemeinschaft. Rund die Hälfe der über 500 Wildbienenarten in Deutschland sind als gefährdet eingestuft. Da sie bei dieser Lebensweise während ihrer Sammelflüge nicht auf den Nachwuchs aufpassen, sind für sie geschützte Brutmöglichkeiten besonders wichtig. Diesen Schutz mit zahlreichen Bruthöhlen bietet das neue Insektenhotel. Das Nahrungsangebot auf dem Gelände ist, u.a. durch zusätzlich angepflanzte Gehölze und Blühwiesen, ausreichend groß für alle Arten und soll an geeigneter Stelle noch weiter verbessert werden.

 

Die Installation des Insektenhotels erfolgte im Rahmen des gemeinsamen Projektes „Bienen in der Stadt“, dessen Ziel es ist, das Bewusstsein für die Bedeutung von Bienen und Wildbienen in städtischen Lebensräumen zu schärfen. „Dort, wo sich die Natur die ehemaligen Industrieflächen wie hier auf Zollverein zurück erobert hat, finden auch viele verschiedene und zum Teil seltene Wildbienen-Arten ein neues zu Hause", sagte der NABU-Landesvorsitzende Josef Tumbrinck. Mit der Einrichtung von Insektenhotels könnten die nützlichen und friedfertigen Insekten durch geeignete Brutmöglichkeiten zusätzlich unterstützt und gut beobachtet werden.
Die Produktion des Insektenhotels samt der Aufstellung an seinem jetzigen Platz hatte Tor 23 übernommen, eine Tagesstätte für Menschen mit psychischen Erkrankungen der Essener Kontakte e.V. „Für die Besucherinnen und Besucher unserer Tagesstätte bot sich hier die einmalige Gelegenheit, bürgerschaftliches Engagement zu zeigen und sich an einem wichtigen Umweltprojekt zu beteiligen“, sagte Ulrike Geffert, Vorstand der Essener Kontakte.

Offizielle Eröffnung des Wildbienen-Hotels: v.l.n.r. Prof. Dr. Hans-Peter Noll, Vorsitzender der Geschäftsführung RAG Montan Immobilien; Ulrike Geffert, Geschäftsführerin Tor 23; Josef Tumbrinck, Landesvorsitzender NABU NRW (Foto NABU/T. Wiegers))
Offizielle Eröffnung des Wildbienen-Hotels: v.l.n.r. Prof. Dr. Hans-Peter Noll, Vorsitzender der Geschäftsführung RAG Montan Immobilien; Ulrike Geffert, Geschäftsführerin Tor 23; Josef Tumbrinck, Landesvorsitzender NABU NRW (Foto NABU/T. Wiegers))

 „Im Sinne eines nachhaltigen Flächenmanagements steht dieses Wildbienenhotel als Zeichen für unseren Beitrag zur Artenvielfalt in der Region“, so Prof. Dr. Hans-Peter Noll, Vorsitzender der Geschäftsführung der RAG Montan Immobilien. „Wir fördern die Biodiversität auf unseren Flächen, indem wir beispielsweise bewusst Totholz in unseren Wäldern liegen lassen, das wiederum als Herberge für viele wildlebende Insektenarten dient“. Die Stärkung lokaler Vorkommen von Insekten diene wiederum anderen Tieren wie Fledermäusen oder Vögeln als Nahrungsgrundlage.

 

Die Bienen und Wildbienen vom Welterbe Zollverein stellen mittlerweile keine Einzelmaßnahme mehr dar. Allein 1.366 Quadratmeter der Halden und Brachflächen der RAG und RAG Montan Immobilien eignen sich für die Imkerei und bereits 15 Imker nutzen dieses Angebot. Auf einigen Flächen wurden ebenfalls Insektenhotels aufgestellt. Die Kooperationspartner RAG Montan Immobilien und NABU veranstalten hierzu zweimal jährlich stattfindende Treffen und gründeten hierzu das Bienennetzwerk Ruhrgebiet, um die Flächenvergabe weiter auszubauen und das Projekt mit Leben zu füllen. In einer Allianz mit weiteren Flächeneigentümern und -entwicklern soll langfristig ein regionales Netzwerk rund um das Thema „Bienen in der Stadt“ angestrebt werden.

 

 

Wer sich selbst ein Bild vom „neuen Hotel“ auf dem Welterbe Zollverein machen möchte, kann den Bienen vor der NABU-Regionalstelle Ruhrgebiet einen Besuch abstatten.

 

 


Wilde Verwandtschaft und Wanderschaft

Treffen des Bienennetzwerkes Ruhrgebiet stand im Zeichen der Wildbienen und der Wanderimkerei

Ines Mogge eröffntete das Bienennetzwerktreffen im Bistro der RAG Montan Immobilien
Ines Mogge eröffntete das Bienennetzwerktreffen im Bistro der RAG Montan Immobilien

Beim Herbsttreffen des Bienennetzwerkes Ruhrgebiet standen in Essen zwei ganz verschiendene, aber beide für sich spannende Themen auf der Tagesordnung. Zu Beginn berichtete Volker Fockenberg über das Thema Wildbienen. Der Biologe aus Bottrop, der auch an anderer Stelle für den NABU in Sachen Wildbienen aktiv ist, hat nach eigenen Angaben sein Hobby zum Beruf gemacht. In seinem lebhaften Vortrag hat er die anwesenden Imker mit in die Welt der emsigen Verwandschaft der Honigbiene entführt.

 

Nicht minder spannend waren die Einblicke, die Bernhard Heuvel seinem Publikum in die von ihm betriebene Wanderimkerei am Niederrhein gewährte. Neben vielen technischen und organsiatorischen Abläufen blieben auch die persönlichen Beweggründe, warum er sich irgendwann mit seinen Bienen auf die Reise begeben hat, nicht außen vor. So gewährte Heuvel einen persönlichen und intensiven Einblick in diese Form der Imkerei. Er selbst wollte mit diesem Vortrag "etwas zurück geben", denn er ist einer der Imker, denen über das Bienenentzwerk Ruhrgebiet ein sicherer und attraktiver Stellplatz für ihre Beuten auf einer ehemaligen Bergbau-Fläche vermittelt werden konnte, die von der RAG Montan Immobilien entwickelt werden.

 

Weitergehende Informationen

Zu Volker Fockenberg und Wildbienen: www.wildbiene.com

Zu Bernhard Heuvel: www.immenfreunde.de

 

 


Austausch zum Thema Honigbienen im Ruhrgebiet

Am 20. Februar fand in Essen das erste Treffen des "Bienennetzwerkes Ruhrgebiet" im Jahr 2014 statt. Die Initiatoren und  Kooperationspartner RAG Montan Immobilien und NABU NRW durften sich an dem Abend über eine größere Runde  und anregenden Austausch freuen. 

Besonderes Interesse zeigten die Teilnehmer an den beiden Gastvortägen des Abends. Ulrike Rohlmann berichtet über die spannende Arbeit und die reichhaltigen Erfahrungen des "Netzwerkes blühende Landschaften". Weitere Informationen unter: www.bluehende-landschaft.de

 

Im zweiten Vortrag ging Dr. Pia Aumeier von der Ruhruniversität Bochum auf aktuelle Themen und Problemstellung bei der Bienenhaltung ein und stimmte die Anwesenden auf das bevorstehende Bienenjahr 2014 ein.
Reges Intersse beim Treffen des Bienennetzwerkes Ruhrgebiet
Reges Intersse beim Treffen des Bienennetzwerkes Ruhrgebiet